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Top 10 Bergunterkünfte in Japan

Japan hat eine eigene, lebendige Bergkultur, die sich von den europäischen Alpen in wesentlichen Punkten unterscheidet. Yamagoya (山小屋, wörtlich "Berghütte") sind die japanische Entsprechung der Alpenhütte: bewirtschaftete Übernachtungsmöglichkeiten auf Bergpfaden, die in der Besteigungssaison (meist Juli bis September) Abendessen, Frühstück und einen Schlafplatz in dichten Matratzensälen bieten. Die Buchung erfolgt über die jeweilige Hütten-Website auf Japanisch oder zunehmend über internationale Plattformen. Alle hier genannten Hütten sind auf der Karte verzeichnet.

1. Karasawa Hut (涸沢ヒュッテ), Hotaka-Gebirge, Nagano (2309 m)

Die Karasawa Hütte im Karasawa-Talkessel der Hotaka-Berggruppe (Nordajapan-Alpen) ist eine der bekanntesten Bergunterkünfte Japans. Im Herbst ist der umliegende Lärchen- und Birkenwald für seine goldenen Farben bekannt. Zustieg von Kamikōchi in vier bis fünf Stunden. Betten (auf Matten): ca. 400 in der Hauptsaison. Ausgangspunkt für Klettertouren auf Oku-Hotaka-Dake (3190 m), dem höchsten Gipfel der Hotaka-Gruppe.

2. Tateyama Murodo Sanso (室堂山荘), Tateyama, Toyama (2450 m)

Im Tateyama-Gebirge der Toyama-Präfektur, zugänglich über die Tateyama-Kurobe-Alpenroute, liegt das Murodo Sanso auf 2450 Metern. Murodo ist das höchste mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbare Punkt Japans — im Frühjahr türmt sich hier Schnee bis zu 20 Meter hoch auf. Betten: ca. 130. Ausgangspunkt für Routen auf Oyama (3015 m) und die Tateyama-Kaldera.

3. Yarigatake Sanso (槍ヶ岳山荘), Yarigatake (3080 m)

Direkt unterhalb des Gipfelaufschwungs des "Speers" Yarigatake (3180 m) auf 3080 Metern gelegen, ist das Yarigatake Sanso eine der bekanntesten Berghütten Japans. Yarigatake ist Japans siebtehöchster Gipfel und einer der anspruchsvollsten freistehenden Gipfel der Nordaplan-Alpen. Zustieg vom Shinhotaka-Onsen oder von Kamikōchi in sechs bis acht Stunden. Betten: ca. 500. Frühstück ab 05:00 Uhr.

4. Akadake Kosen (赤岳鉱泉), Yatsugatake, Nagano (2220 m)

Im Yatsugatake-Gebirge zwischen den Präfekturen Nagano und Yamanashi liegt das Akadake Kosen auf 2220 Metern. Es ist eines der wenigen japanischen Bergunterkünfte, die ganzjährig öffnen, und im Winter ein bekanntes Eis- und Dry-Tooling-Kletterzentrum. Im Sommer: Routen auf Akadake (2899 m), Japans zweithöchstem Gipfel außerhalb der Fuji-Kette. Betten: ca. 100.

5. Sugoroku Hut (双六小屋), Hida-Gebirge (2860 m)

Das Sugoroku liegt auf dem Hauptkamm der Nordaplan-Alpen auf 2860 Metern und ist ein wichtiger Knotenpunkt auf der "Alpen-Fernwanderroute" zwischen Yarigatake und dem Washiba-Massensteig. Zustieg von Wajiro-Tozan-Guchi (Shinhotaka) in sechs Stunden. Betten: ca. 350. Gute Küche, bekannt für hausgemachte Nudelsuppen.

6. Hyoutan-ike Hut (瓢箪池ヒュッテ), Tsurugi-Gebirge, Ishikawa

Das Tsurugi-Gebirge in der Ishikawa-Präfektur gilt als das technisch anspruchsvollste japanische Gebirge und als "Japan's most fearsome mountain". Das Hyoutan-ike Hut dient als Basiscamp für Tsurugi-Besteigungen. Zugang nur über lange Anstiege von Bettou-dejima; die technischen Kletterpassagen am Gipfel sind für ungeübte Bergsteiger nicht empfehlenswert.

7. Senjojiki Hotel (千畳敷カール), Komagatake, Nagano (2612 m)

Im Zentralgebirge der Japanischen Alpen, zugänglich über die Komagatake-Seilbahn von Shirabi-Daira, liegt das Senjojiki-Karrfeld auf 2612 Metern. Die unterhalb gelegene Unterkunft ist eine der am leichtesten zugänglichen Hochgebirgsunterkunften Japans. Routen auf Komagatake (2956 m) sind ab hier in zwei bis drei Stunden machbar. Ideal für Bergeinsteiger und Familien.

8. Goraikoukan (御来光館), Fujisan, Achte Station (3450 m)

Am Fujisan — Japans höchstem Berg (3776 m) — gibt es an den verschiedenen Aufstiegswegen mehrere Hütten auf unterschiedlichen Stationen. Das Goraikoukan auf der Achten Station des Yoshida-Trails auf 3450 Metern ist eine der meistbesuchten: Es bietet die letzte vollständige Übernachtungsmöglichkeit vor dem Gipfel und richtet sich auf die Millionen von Fuji-Besteigern aus, die den Sonnenaufgang erleben wollen. Buchung unbedingt Wochen im Voraus.

9. Kaikomagatake Sanso (甲斐駒ヶ岳山荘), Akaishi-Gebirge (2740 m)

Im Akaishi-Gebirge (Südaplan-Alpen) dient das Kaikomagatake Sanso auf 2740 Metern als Basiscamp für den Kaikomagatake (2967 m), bekannt für seine ungewöhnlich hellen Granitgipfel. Zustieg von Kitazawa-Touge in drei Stunden. Betten: ca. 80.

10. Mizugaki-Yama Lodge, Yamanashi (1600 m)

Am Fuß des Mizugaki-yama (2230 m), einem der wildesten Granitobelisken der Japanischen Alpen, liegt das Mizugaki-Yama Lodge auf 1600 Metern. Es ist ein beliebtes Basislager für alpine Kletterrouten in einer der markantesten Berglandschaften Zentraljapans. Zustieg von der Straßenstation Mizugaki in 45 Minuten.